1/21/2017

Was mein 2016 geprägt hat und was ich gelernt habe.


 Heimweh / Das ständige hin und her

Ich wohne seit August 2015 nicht mehr Zuhause in Hamburg, wo meine gesamte Familie lebt, sondern bin in eine andere Stadt gezogen - ca. 2h entfernt. Komme von der Arbeit aus für ein langes Wochenende im Monat und an meiner Urlaubszeit nach Hause, in meine Heimat. Klingt für manche viel, für manche wenig, für Freundinnen von mir unvorstellbar, die noch Zuhause wohnen. Für mich war es zwischenzeitlich mehr als hart, als es Familienteilen nicht gut ging und ich gern da gewesen wär. Immer gibt es ein Pro und Kontra. Und so sehr ich meine Familie, meinen Hund, Hamburg und das Zuhause wohnen vermisst habe, so gut gefällt es mir auch alleine zu wohnen. Es hat mich erwachsener gemacht, mutiger. Alleine zuhause sein war vor 2 Jahren noch unheimlich, jetzt ist es normal und erholsam. Klar ist es oft anstrengend, bei Krankheit nervig allein zu wohnen, aber ich denke, dass es wichtig ist auszuziehen und alleine zu wohnen - nicht in einer WG oder beim Freund. Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob es richtig war für diese Ausbildung umzuziehen, aber ich denke an den meisten Tagen, dass es die richtige Entscheidung war, ganz nach dem Motto "Great things never happen in comfort zones".


Gelernt: Ich selbst sein

Nicht immer einfach, dass zu tun was man will, das zu tragen was man möchte, das zu sagen was man meint. Ich habe gelernt, dass es manchmal besser ist den Mund zu halten, dass es manchmal besser ist kleine Notlügen einzupflegen, wenn es für die gegenüberliegende Seite besser ist, aber vor allem habe ich gelernt einfach das zu machen, was ich für richtig halte und was ich möchte. Ich habe Lust Kleid und Sneaker zu tragen oder ein auffälliges Haarband? Dann mache ich das auch. Früher hätten mich Blicke total verunsichert und ich hätte das zB Haarband nie wieder getragen und mich geschämt. Heute lache ich drüber, akzeptiere den Geschmack anderer und trage trotzdem das worauf ICH Lust habe, wonach ich mich fühle. Mag für viele selbstverständlich klingen, war es für mich aber lange nicht. Deshalb bin ich dafür sehr dankbar und kann jeden von euch auch nur dazu ermutigen. Ihr werdet geboren und irgendwann müsst ihr sterben. Das ist alles was ihr müsst. Alle "Regeln und Zwänge", die für dazwischen entworfen wurden stammen von Menschen - ihr müsst die nicht einhalten. Dafür ist das Leben viel zu wertvoll. Macht was ihr wollt, macht euch glücklich - und damit meine ich nicht nur den Kleidungsstil.



Heimat, Familie, Geschwisterliebe

Freunde kommen, Freunde gehen .. Ich ziehe mehrfach um während meines Lebens, aber mein Heimathafen wird immer Hamburg bleiben. Meine Familie mein Ruhepool. Nichts bringt mich mehr runter, macht mich glücklicher und lädt mein Akku mehr auf als ein entspanntes Wochenende Zuhause. Perfekt: Zuhause chillen mit Mama und Papa, langen Spaziergängen mit meinem Hund und Treffen mit meiner Schwester. Apropos Schwester: Ich bin so so froh über die Beziehung die ich zu meiner Schwester habe. Das war nicht immer so. Als wir beide noch Zuhause gewohnt haben gab es deutlich mehr böse als nette Worte, mehr Neid als Gönnen und mehr Streit als gemeinsame Ausflüge. Ich denke aber, dass das vielen Geschwistern so geht. Jetzt ist sie meine 1. Vertraute, der ich alles erzähle, bei der ich mich über alles aufregen kann, die alles von mir weiß. Familie ist einfach das Schönste für mich und das Wichtigste. 



Ich wünsche euch allen einen wundervollen Start in das Jahr 2017.
Und denk dran: Wenn ihr wollt, dass es anders wird als 2016
dann tut etwas dafür und dann passiert das auch.

Ihr seid großartig.

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Kommentare:

  1. Oh, was für ein wundervoller Post! :)
    Ich lese deinen Blog wirklich unglaublich gerne, Liebes!

    Ganz liebe Grüße, Julia ☾ | www.serendipityblog.de

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  2. Sehr sehr schön geschrieben! :)

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